Vom Schweizer Tor bis Golm

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Die Kaufbeurer Gruppe geht auf die Tschapina. Die Wettervorhersage ist sehr positiv! Wir Friedls sind mit dabei!

Eigentlich haben wir uns einen ganz Wanderweg ausgesucht: vom Lünersee rüber zum Schweizer Tor und dann zur Lindauer Hütte. Am Golm würde uns dann Roland abholen! So eine günstige Konstellation hatten wir noch nie! Also abgemacht! 

 

Dass allerdings schon die allerste Bahn notwendig ist, um die Tour zu schaffen, hätte uns schon misstrauisch werden  sollen!

Überraschung: am nächsten Morgen bedeckter Himmel, Nebel. Damit können wir uns ein wenig Zeit lassen beim Frühstücken. Unsere alten Wetternasen stecken dieselbige in die Luft und sehen schon die ersten Sonnenstrahlen durchbrechen. Also lass uns aufbrechen.

Zügig geht es mit der Lünersee-Bahn hoch und über die Ostflanke unterhalb der Lüner Krinne um den See. Martin und Herbert müssen unterwegs noch schnell einen Cache holen, während sich der Rest der Gruppe mit stetem Fleiß bergauf und unterhalb dem Lüneregg Richtung Drusenfluh und Drei Türme. Zwischen Roßberg und Kirchlispitz geht es im leicht sumpfigen, durch Rindviecher zertretenen Weg hoch bis an Öfakopf (2340). Beate erzählt uns, daß wir den höchsten Punkt erreicht haben. Das sehen die Murmeltiere und die große Herde Gemsen auch so. Aber wir sehen schon den Abstieg runter zum Schweizer Tor … und auf der anderen Seite wieder hoch! Was ist da schon die steile, mächtige Fels-Wand der Drusenfluß!  Wir sind schon 2 Stunden unterwegs – also drüber Mittag und dann hurtig weiter! Der Anstieg gelingt noch gut – eröffnen sich doch immer neue Blickwinkel – z.B. runter in die Schweiz oder rüber zur Schesaplana.

Von hier sind es rd. 500 Höhenmeter runter zur Lindauer Hütte – 2 h steht geschrieben… doch es geht nicht so schnell. Der Weg ist beschwerlich, steinig und wir werden doch langsam müde. Endlich wird der Weg eben und auf dem breiten Ziehweg geht es (etwas einfacher – aber langatmig) zur Hütte. Unsere Gruppe hat sich ganz schon auseinander gezogen…. Aber hier treffen wir uns alle wieder. Jetzt muß eine Entscheidung her – soll die Bergbahn noch erreicht werden 16:40 ist Schluß – geht’s ohne Pause weiter – oder wir gehen 2h / 2 1/2h durch die Alpe hinunter. Thomas erklärt uns: ganz eben! Falsche Erwartung: gleich hinter der Hüte geht es hoch zum Golmer Höhenweg und kaum hast Du eine Bergflanke abgearbeitet kommt anstatt der Bergstation – nochmals ein Kar. Es zieht sich und geht immer rauf und runter. Es fehlte einfach die Pause an der Lindauer Hütte.

Endlich erreichen Alex und ich die Hütte… 30 min vor Betriebsende. Die schnellen sind schon da – nur Stechmanns fehlen. Was machen wir, wenn die nicht kommen…. Martin wird ausgeschickt… und dann kommt 5 min vor Ende das erlösende Signal. Sie sind da!

Mann – sind wir alle groggy. Die Socken qualmen. Insgesamt war die Tour 6h und einfach richtig lang und kräfteraubend. Die Tour war schön, die Einblicke in die Natur grandios – und wir einfach nur fertig. Da freut sich jeder aufs Abendessen und ein Belohnungsbier…

Ja – ab und zu muß man den inneren Schweinehund besiegen – das war so ein Trip!

Ein anstrengendes und vor allem geselliges Wochenende mit den Kaufbeurern geht zu Ende…