Lorin Maazel dirigiert Ravel + Stravinsky

Gabriel Fauré

„Pelleas et Melisande“

Orchestersuite aus der Schauspielmusik op. 80

1. „Prelude“ – 2. „La Fileuse“ (Die Spinnerin)

3. „Sicilienne“ – 4. „La Mort de Melisande“

 

Konzert fur Klavier und Orchester G-Dur

1.Allegramente – 2. Adagio assai – 3. Presto

 

Igor Strawinsky

„Petrouchka“

Scenes Burlesques en quatre Tableaux (Burleske Szenen in vier Bildern)

1. „Journee ensoleillee d’hiver“ (Sonniger Wintertag)

2. „La cellule de Petrouchka“ (In der Kammer Petruschkas)

3. „La cellule du Maure“ (In der Kammer des Mohren)

4. „Le meme decor qu’au tableau I – vers la fin effet de soir avance“

(Szenerie wie im 1. Bild – allmahlicher Einbruch der Dunkelheit)

(Originalfassung von 1911)

 

 

Es ist Wiesenzeit – und damit naturgemäß für kulturelles wenig Platz.

Somit ist die Philharmonie nicht ausverkauft – doch sehr gut besucht (im Abo).

3 moderne Stücke – um die Jahrhundert-Wende entstanden und schon längst von modernen Einflüssen, neuen Hörgewohnheiten und vielleicht auch den beginnenden Umbrüchen dieser Zeit bereits berüht.

 

Fauré

 

Ravel

Mit Alice Sara Ott betritt ein sehr junge Künstlerin die Bühne. Mit einer unübertroffenen Präzision spielt sie die Soli und harmoniert bestens. Ihr jugendliches Elan umfängt das Publikum – wie das Orchester. Dies ist sicher ein erster Höhepunkt des heutigen Abends. Das Publikum ist begeistert und läßt die junge Dame erst nach einer weiteren Zugabe in die Pause.

 

Strawisnky:

Auch ohne Hintergrundwissen zum Stück aus dem Programmheft verzaubert die Musik sofot und entführt in eine bildhafte Darstellung – in die des Märchens und damit des Ballets. Der Jahrmarkt entsteht vor dem Auge; anstellte der Tänzer sind die Musiker die jenigen, die die Musik in Bewegung umsetzten. Der 8fach besetzte Kontrabass – alle Musiker bearbeiten wie ein Balett-Ensemble synchron ihre Instrumente, die Bewegung geht ins Orchester über.

 

Alles in allem schein mir die Beziehung zwischen Orchester und Meister-Dirigent entspannter (im Vergleich zum Erst-Knzert vor 3 Wochen). Man hat sich auf ein ander eingestellt und vielleicht sind diese 3 – nochmals betont modernen KOmponister – doch etwas leichter für dieses Publikum. Und Alice Sara Ott hat erfrischendes dazu beigetragen.

Wer sich hinlänglich vertiefen und in die Materie einlesen will, dem sei das programmheft empfholen.