Viel Spass im Tivoli: „Heisse ECK“

Eine höchst amüsante Aufführungen Schmidt's Tivoli, einem kleinen Revue-Theatre direkt an Hamburgs Davidswache.

Erzählt werden die Geschichten um die klassischen Typen der Reeperbahn mit kleinen und großen Sorten, Tränen und viel Lachen.


Früh raus - Motel One Standard Frühstück (ist ok!) und dann mit der U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof. Wir erreichen - natürlich   zu Fuß die Endstation: der Zug steht da - noch 4 min bis zur Abfahrt. Ticket ziehen, Einsteigen - es klappt!

Und sieh an, unser Parkhaus ist LEER! Keine Schlange - nix. Los geht die Fahrt - und nach 1 1/2h sind wir dann endlich in Hamburg. Dass das alles ganz anders geplant war (Bade- und Wellness-Spass in Soltau, nette Hotel mit tollem Buffet, nur halbe Fahrstrecke) wird uns den ganzen Tag als Gesprächsthema begleiten.

Wir erreichen das Hotel Mercure Messe, bekommen ein schönes Zimmer. Nun noch das Auto am Flughafen abgeben und dann geht es mit der U-Bahn in die Innenstadt.

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Beim Daniel Wicher gibt es Backfisch und so gestärkt, können wir die Innenstadt durchstreifen - bis zum Apple Laden am Jungfernsteig und zum Kaffeetrinken in die Rösterei in der Speicherstadt.

Noch mal schnell ins Hotel - feinmachen für die Abendveranstaltung - und dann sind wir schon am „Schatoo Pauli“, dem Restaurant passend zu Schmid‘s Tivoli. Der hohe Gastraum ist mit rotem Damast behängt, Stuck an der Decke!

Und so lassen wir es uns schmecken - geniessen die 1 1/2h bis zum Beginn.

Schmid‘s Tivoli ist ein kleines Theater, unweit der Davidwache auf der Reeperbahn. Rd. 620 Leute haben Platz, das Ambiente entspricht wohl dem Jugendstil - und wie für St. Pauli nicht anders zu erwarten, ist dunkles Rot vorherrschend. Wir sitzen an Bistro-Tischen direkt vor der Bühne (2te Reihe). Es ist ziemlich kuschelig gestuhlt.

Und dann beginnt die Show: 6 Darsteller spielen 50 Rollen - über all das, was an 2 Tagen so rund um eine Imbissbude auf der Reeperbahn passieren kann:

Von einem Ehepaar, deren Sohn sich hier in der Nähe niedergelassen hat, vom Schwulen, dessen Freund nach Rumänien abgeschoben wird und somit der Lebenstraum zerplatzt, vom Junggesellenabschied, der fast zum Drama - auf jeden Fall aber zum riesen Besäufnis wird - der zugehörige Jungfrauenabschied ist nicht weniger dramatisch.... und die leichten Mädels oder die Hehler und Spieler werden nicht vergessen.

In jeweils einer thematischen Szene wird ein Fragment erzählt. Nach und nach entsteht so eine vollständige Geschichte um den Kiez - von Trauer, Freude, wehmütiger Erinnerung und dem alltäglichen Kampf.

Begeistert haben neben der allgemein sehr guten schauspielerischen und sängerischen Leistung die Service-Damen in der Würstchenbude „Heiße Ecke“ - besonders die Dame von der Nachmittagsschicht - mit stoischer Ruhe repetiert sie  nuschelnd,  dass sie nix gesehen habe. Das Publik ist begeistert.

Nach 2h bester Unterhaltung gibt es heftigen Applaus für das Essemble - auch von uns ein Extrapunkt für beste Unterhaltung.