James Bond 007 • Skyfall

Mit welcher Erwartung geht man in einen James Bond mit diesem Namen? Wahnwitzige Gimmicks aus der Trickkiste von Q?

Diesmal weit gefehlt. Man schwimmt eher auf der Retro-Welle – der alte AustinMartin mit Maschinengewehr und Schleudersitz (aus Goldfinger) ist mit dabei und auch ein Stück Wegesrand aus „Liebesgrüße aus Moskau“: hier wurde James Ehefrau erschossen!

 

Ansonsten lebet der Film von Danial Craig und „M“ – der resoluten Chefin des MI6. Die Action-Szenen sind wieder rasant, die Verfolgungsjagd und der Todesschutz bei der Jagd durch Istanbul sind realistisch und glaubhaft – der Auftritt im Casino spannend - aber zu durchschaubar; im zweiten Teil der Story im Londoner Untergrund ist die Fahrt durch U-Bahn und Tunnels ebenfalls tollkühn.
Leider treten auch die Bond-Girls weit zurück und sind in diesem Film nur Anhängsel.

Der vermeintl. schwule Bösewicht, ein Ex-Agent aus „M“s-Hongkong-Zeit ist eine etwas komische Figur – der Showdown dafür am Ende wieder spannend. Insgesamt ein guter James Bond – der beste aller Zeiten? Sicher nicht (Alex meinte, sie habe im Mittelteil mit dem Schlaf gekämpft) – gut: ja – aber: man muß ihn nicht 2mal sehen!

Bild: Foto eines Kino-Plakates; WF