Till Brönner- Vorstellungskonzert zur neuen CD

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Till Brönner in München - easy listening jazz

 

1h 38 spielt das Quartett um Till Brönner! Irgendwie machen die Herren einen gehetzten Eindruck: nur auf Blitzbesuch?

So geht ein Stück in das andere über - kein Zeit, Eindrücke zu reflektieren, zuzuordnen. Till Brönner‘s Ansagen zur Band sind knapp, zur neuen CD belaglos. Ein paar Sätze zu den Stücken hätten eine differenzierte Beurteilung durch den Zuhörer ermöglicht. Ja - Belanglosigkeiten mit wenig Höhepunkten. Das Konzept ist schnell durchschaut: Dialog zwische Sax und Horn, Trompete. Das Zwischenspiel mit Querflöte bringt Abwechslung!

 

Die elektronische Verfremdung setzt ein paar Hörerlebnisse... - aber electronic funky jazz haber wir in den 1970er besser gehört! Und das sinnlose einfallslose Geklimmper vom ePiano (oder sollte das ein Vibraphone imitieren) hätte man sich sparen können... Und der Typ hinter dem Instrument wirkt wie ein Musikschüler dem gleich die Halsschlagader vor Anstrengung beim Partiturlesen platzt

Und doch gibt es Höhepunkt: das Schlagzeug  - vielleicht einen Tick zu hart, zu laut eingestellt - aber im letzten Drittel ( welches Stück weiss man nicht)  kommt es zum showdown.  Seit Anbeginn treibt das Schlagzeug die Musiker vor sich her: jetzt kommt ein Solo - so reich an Ideen und steiherungsfähig! Zurecht ist das Publikum begeistert

Die erste Zugabe ist belanglos. Und die 2te? Zitiert Johann Sebastian Bach „Air on the G-string“ (Adaption von August Wilhemij der Orchester Suite No. 3 BMV 1068; gegen 1900)!

Und das ist der Till Brönner den wir hören wollen: briliant in der Ausführung, gefühlvoll und ideenreich in der Improvisation!