Herbstausklang (2ter Tag): Im Himmel

Panoramablick ins Klostertal vom Aussichtspunkt Falls
Panoramablick ins Klostertal vom Aussichtspunkt Falls

Der Gipfel der Zimba ist wolkenverhangen. Nebelschwaden ziehen vorbei. Heute ist wohl kein Wandertag? Und gerade darum - um 7:30 ist Frühstück.

Und dann wird unsere Geheimwaffe wird aktiviert: Ramazotti – SchönWetterTrinken.

Wir fahren rüber nach Nenzing zum Busunternehmen „Liesl&Friedl“. Noch auf der Autobahn regnet es in Strömen. Sorgenvolle Blicke gegen den Himmel. Doch als wir aussteigen.... ahhh ... es hört auf.

Im Kleinbus (20 Pers; 9:30 nach telef. Anmeldung) geht es dann aus dem Dorf Richtung Süden. Eine schmale schlängelt sich in über 200 Kurven in rd.  750 Höhenmeter hoch zum Nenzinger Himmel (1370m). Schon die Fahrt ist äußerst amüsant. Der Fahrer erläutert spaßig die Namen der Felsen, der Kurven oder auch der 200m tiefen Schlucht! Aus dem grauen Nebel taucht unvermutet der Hirsch mit gewaltigem Geweih auf. Die 40min Fahrzeit vergehen wie im Flug. Oben tut sich dann ein grünes idyllisches Hochtal auf, umschlossen von steilen Felshängen und wilden Gipfeln. Rd. 150 Holzhäuser im typischen Berglerstiel gruppieren sich um das Gasthaus „Gamperdona“, das zentraler Mittelpunkt ist. Genutzt werde das Tal als Alpe, nur 10 der Hütten würden an Fremde vermietet und seien sonst im Privatbesitzt. Auch die Zahl der Touristen, die über die Busse hier herauf gebracht werden,  ist beschränkt.

Kaum haben wir den Ortsrand in östlicher Richtung verlassen, geht es steil bergan. Gut, daß Alex, die  ist „malad“,  hier nicht mit-muß. Rund 300Höhenmeter gilt es auf kurzer Strecke zu überwinden. Wir schnaufen und prusten. Endlich, oben bei der Schetschalpe (1722)  ist der Scheitelpunkt erreicht. Wenn man überlegt, das Ammatschonjoch (Brandnertal) ist hier nicht weit entfernt). Die Sonne kommt immer wieder heraus – dann ist’s auch sofort wieder warm. Gegenüber  im Westen– hoch oben im Bergsattel liegt die Pfälzer Hütte – der Schnittpunkt aus Lichtenstein, Schweiz und Österreich.

 

Auf dieser Höhenlange geht es jetzt weiter rund ums Gamperdona-Tal. Kurz vor dem Hirschsee (hier her oben soll es noch wirklich 30 bis 40 Hirsche haben, die sich gerade um die Jahreszeit röhrend auf den abendlichen Weidwiesen zur Brunft treffen) machen wir Mittagspause.  Ein kleiner 10min Umweg führt uns die diesem kleinen  Wasser, das im mineralig matten stahlblau still liegt und das Bild der umgehenden Gipfel widerspiegelt. Wir haben damit das Dorf in seiner Ostflanke umwandert. Jetzt geht es nur noch die Fahrstrasse (oder den strammen Fußweg) in weiten Kurven nach unten. Die Dorfmitte und unser Endziel sieht man schon. Die Sonne schmiegt sich wärmend an die Terrasse – jetzt ein Belohnungsbier. Nach 1 ½ h Pause geht es wieder im Bus nach unten. Ein äußerst amüsanter Ausflug geht zu Ende. Etwas mühevoll erreichen wir unten in Nenzing noch unseren Tages Cache - und nach einer tüchtigen Portion Spaghetti Bolognese gleitet der Abend lustig aus...