Langes Wochenende im Brandner Tal - Laterns und Braz grüßen

Es ist ja schon ein liebes Ritual, daß Beate auf die Hütte in Tschengla einlädt. Zusammen mit Karin und Albert treffen wir die Kaufbeurer. Und wenn das Wetter mitspielt, wird es auch wieder ein aktives Wanderwochenende!

 

Unsere Ausflügen führen uns diesmal nach Laterns in die Üble Schlucht, nach Braz (Stadteil von Bludenz) bzw. an den Lüner See und abschließend auf den Ronner Alpe. Leider hat uns das Wetter nicht nur verwöhnt: am Freitag gibt's wegen schlechten Wetter einen Shopping-Tag - die Händler freuts!

Aber alles schon der Reihe nach:


Mit großem Hallo treffen wir uns am Mittwoch abend. Beate hat diverse Routenvorschläge mitgebracht - wo soll's denn hin gehen?

Erst am nächsten Morgen (Christi Himmelfahrt) gibt es eine Einigung: die "Üble Schlucht" bei Laterns (Autobahnabfahrt Rankweil) soll es werden.

Na - für die erste Tour des Jahres kommen da ganz schon Höhenmeter zusammen. Von der Kirche geht es hinunter zum Bach. Es ist frisch im Wald. Doch kaum haben wir die Talsohle nach etlichen Windungen überwunden, geht es auf der anderen Seite um so steiler bergahn. Da müssen einige ganz schon schnaufen. Ist die Höhe erst mal erreicht, wird es einfacher. Auf dem gut ausgebauten Wanderweg marschieren wir auf der gegenüberliegenden Seite von Laterns in Richtung Westen über Wiesen und Wälder sanft dahin. Manchmal ganz eng an der Felswand führt der Weg, vorbei an kleineren Wasserfällen und umso tiefere zerfurchen Tobeln, in denen bei Schneeschnmeltze das Wasser zu Tale stürzt.

Nach gut 1 h kommt der entscheidende Punkt: "nur für geübte Wanderer" lautet der Warnhinweis. Unsere Mädels hadern - und lassen sich dann doch überreden. Ganz gemächlich geht es den Waldpfad hinab und dann wird aus einem breiten Wanderweg ein kleiner Pfad. Gut gesichert, aber mit großen Stufen und ein paar Holzbrücken gelangen wir in den Grund der Schlucht. .. und was für eine! Steil ragen die engen Felswände empor: man meint, den Himmel nicht mehr zu sehen. Der Bach schießt in wilden Windungen, spült Kehren aus und der Wanderer muß sich an so manchem Felsüberhang ganz klein machen. Und wie es so in einer Schlucht ist: auf der anderen Seite geht es wieder hoch... nicht ohne noch schnell einen Cache zu suchen und etwas weniger schnell zu finden: Alex ist die Glückliche!

Zügig gewinnen wir wieder an Höhe, entkommen diesem faszinierenden Naturdenkmal und kommen nach rd. 5 h wieder oben an der Kirche an. Und alle sind begeistert von diesem schönen Ausflug - der viel fürs Auge tut und auch die Kontition abfrägt.

 


Den Freitag streichen wir aus diesem Tagebuch: es ist kalt. Nebel hängt im Tal und zieht über die Hänge an der gegenüberliegenden Zimba vorbei. Die Gipfel verschwinden (wie die Sonne). Das wird ein Einkaufstag. Alex, Walter, Karin und Albert schlendern zu erst durch Bludenz: na ja - so richtig viel los ist auch hier nicht. Dafür gibt's ne Pizza zur Stärkung.

 


Der Samstag ist zwar noch ziemlich trübe - verspricht aber Besserung. Heute gehen wir getrennt: die Kaufbeurer Fraktion nimmt sich den Bösen Tritt und den Lüner See vor - die Bodensee-Abteilung sucht sich den Lehrwanderweg von "Außerbraz nach Innterbraz" aus.

Die letzt genannten fahren die 15 km runter ins Klostertal, um dann in bequemen Wanderwegen durch den Ort und hoch über die herrlich  blühenden Alpenwiesen zum Bergwald und damit an die Felsten zu gelangen. Vor Jahrtausenden hat hier der Gleschter das Tal gegraben. Steile Felsen links und rechts haben ihm den Weg gewiesen. Interessantes und Wissenswertes wird uns an rd 40 Tafeln vermittelt. Dabei kommen wir den wilden Wassern, die aus großer Höhe hier in Tals stürzen näher - aber bleiben doch weit weg. Nach gut 2/3 der Strecke biegt ein Weg ab zum Mason-Wasserfall - doch der Weg ist gesperrt wegen Steinschlaggefahr (und unseren Damen ist das nur recht). Dennoch ist das heute ein Genießer-Wanderweg, der uns jetzt wieder nach Innerbraz hinunter ins Tal führt. Jetzt gilt es noch von Innerbraz zurück zum Auto nach Außerbraz zu gelangen. Na, hier wohnen man nicht schlecht. Es gibt auch hier viel zu erzählen und zu sehen - und so vergeht der kleine Marsch durchs Dorf wie im Fluge. Gegen 14:00 Uhr sind wir am Ziel - und belohnen uns mit Kaiserschmarrn im Gasthaus Traube. Da könnte man auch mal zum etwas feineren Abendessen hergehen!

 

Abends gibt es Herberts famose Käs Spatzen - und viel zu erzählen. Die Kaufbeuren haben sich durch meterhohe Schneeschluchten und über schmalste Pfade über Schneefelder gewagt. Ein Fehltritt und man würde in die Tiefe des Sees stürzen. Gut ausgerüstet wie wir nun mal sind - unkritisch... aber Wanderer mit Turnschuhen,  Leute, die ihre Hunde über den Schnee tragen, zeugen von der Dramatik. So hatte man den See noch nie gesehen.

 


Wir müssen uns verabschieden - und der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre. Noch nicht so richtig warm - aber nur mäßig bewölkt versprechen wir uns, das nächste Jahr wieder zu kommen. Wir haben gut gekocht, gut gewandert, viel erzählt. Schön wars.

 

Und weil es so schön war, geht die Bodenseegruppe noch mal über die Steinkreise zur Ronna-Alpe. Ein kleiner Vesperteller stärkt uns und läßt den Abschied leichter werden.

 

Das Wetter hat sich gesteigert - bei Anni und Fiedel war diesmal Baustelle, die Fliegen lästig wie jedes Jahr - aber es war wieder erholsam... bleibt nur zu sagen: auf Wiedersehn.


Teilnehmer: Albert und Karin, Ingrid und Hans Peter, Herbert und Karin, Beate und Roland, Monika und Floh, Werni, Alex und Walter.

Die ausgezeichnete Karten hat Beate gefunden:  www.xxxx <--- das wird noch nachgereicht!