Meteora: die berühmten Felsenklöster

bekannt aus dem James Bond
bekannt aus dem James Bond

Früh aufstehen ist angesagt. 7:15 holt uns der Bus vor! dem Hotel ab!

Es geht entlang der Küstenstrasse nach Liothoro und hoch zur Feste Platamon. Wie üblich bei solchen Fahrten werden noch weitere Hotels zwecks Zusteigen angefahren. So zieht sich die Fahrt (zumindest gefühlt).

Dann endlich geht es auf die Schnellstrasse nach Athen, die sich aber nur zweispurig durch das Tempi- Tal, eine enge wild zerklüftete Durchquerung des Olymp-Bergzuges. Der Bus kämpft sich durch die Provinzhauptstadt Larisa um dann auf einer schnurgeraden Schnellstrasse in Richtung der nördlichen Gebirgszüge zuzueilen. Schon sieht man die senkrecht emporsteigende Felswand.

imposante Bauwerke in einer unwirklichen Bergwelt
imposante Bauwerke in einer unwirklichen Bergwelt

Dann schlängelt sich der Bus, abbiegend von dieser Fernstrasse, hinauf auf das Bergtableau. Gut 600m sind wir am Ende über dem Meer... Im wahrsten Sinne des Wortes.

Als erstes steuern wir das Nonnenkloster des Hl. Stefanus an. Wild romantisch sind die 6 Klöster, die man hier auf den Felstürmen sieht, hingeklebt wie Schwalbennester. Unsere Führerin erläutert uns die Kirche und das Museum... und gibt interessante Einblicke ins Griechisch-Orthodoxe. Bis auf eine grosse Fototerasse bleibt dem Besucher aber ein weiterer Einblick versperrt. Vielleicht auch gut so: Busladungsweise kommen die Besucherscharen und drängen sich durch Klosterpforte, Kreuzkuppelkirche und (WC?!)

entsprechend gut besucht
entsprechend gut besucht

Die engen Bergstrassen zwischen den Klosterfelsen sind vollgeparkt - mit Bussen und hunderten PKWs dazwischen. Links lassen wir das "James Bond"-Kloster liegen und fahren steil bergan zum Kloster St. Stefanus.

Diese Klöster sind aus Eremiten-Siedlungen entstanden (1350), die eigentliche Klostergründung hier um 1548; aus dieser Zeit sind zumindest die Fresken datiert. Hier sind wir also bei St Theofanus und Nektarios zu Gast. Im Gegensatz zum Nonnenkloster, das neue Fresken (jetztzeit!) bekommt, sind die Fresken hier Original 16tes Jahrhundert. Beeindruckend neben diesen Menschenmassen ist natürlich der Lasten und Personenaufzug, der 70m in die Tiefe geht. Die etwas mehr als 100 Stufen (vom Parkplatz) gibt es erst seit wenigen Jahren.

Nach absolvierter Klosterreise führt man uns in ein Bergdorf zum Mittagessen. Wir werden direkt in die Küche geleitet, jeder nimmt einen Teller, und Oma zeigt, was sie gekocht hat: Lamm, Schweinebraten aus dem Rohr, Pastizio, Reis, Kartoffel, Gemüse... Alles mit kräftig (Oliven-)Öl. Man bekommt, auf was man zeigt ... Schnelle und geordnete Art der Selbstbedienung... Und draussen unter Bäumen gibt es gemütliche Sitzgelegenheiten. Es ist sehr schmackhaft... Gut, dass wir uns diese Lektion griechischer Gastfreundschaft nicht entgehen haben lassen.