Geschichte: das Grab Philipps II, Vater von Alexander d. G., in Vergina

Vergina: historische Städte
Vergina: historische Städte

Donnerstag

Heute gibt es nicht viel zu erzählen. Wir habe RUHETAG ausgerufen. Bis zum Abend haben wir 1700 Schritte gezählt: Bett - Restaurant - Strand - Restaurant - Bett. So ein Tag kann auch ganz schon anstrengend sein.

 

Freitag

Heutiges Ziel ist Vergina, kaum 30 km weg. Hier ist 1977 die Grabanlage von Philipp II, Vater von Alexander dem Grossen, freigelegt worden. Wir finden zwar hinreichend Parkplätze, sind am Ortsrand, aber irgendwie keinen Eingang. Durch Zufall sehen wir einen Ausflugsbus, rd 800m die Strasse runter. Glück gehabt. Es ist hier richtig heiss, keine gute Voraussetzung für einfach mal loslaufen!

Also der grossen Menge nach.. Die verläuft sich aber schnell. Ein unscheinbares schmiedeeisenes Parktor öffnet den Blick auf einen grossen staubigen Platz und einen sachten grünen Hügel. Gut, daß ich im MarcoPolo nachgelesen habe: "futuristisches Museum". Mit 12 €/ Pers. erstmals auch recht teuer für hiesige Verhältnisse.

Am Fusse des Hügels erkent man einen steinernen "Tunneleingang" und betritt so die Kühle aber auch die Dunkelheit. Anfangs sind ein paar Grabsteine ausgestellt... weiss hebt sich Marmor von den schwarz getäfelten Halle ab. Die Objekte sind gut illuminiert, griechisch und (anspruchsvoll) englisch beschriftet. Erst beim weiteren Rundgang zeigt sich, was hier vor 2400 Jahren genutzt wurde: Silber und Gold-Gegenstände des tägl. Gebrauchs, Schmuckstücke, Waffen.

Langsam erschliesst sich das Museumskonzept: rund um den Hügel waren einfache Gräber, im 40m hohen Hügel hat man mehrere Grabstätten gefunden, tempel-gleich, mit 2 Kammern und ein auf ewig verschlossenes Eingangsportal... Und man hat die Fundstücke quasi an Ort und Stelle gelassen und das Museum "in den Hügel"gebaut! Die Ausstellungsstücke sind Grabbeigaben. So wurde auch Philip II in einer wohl bombastischen Gebräbniszeremonie vebrannt, seine Knochen eingesammelt und in einer goldenen Schatulle beigesetzt. Nach der Homer'schen Sichtweise gibt es ein Leben nach dem Tod, das Feuer ist die Transformation, die Trennung von Körper und Geist -  und für das Jenseits muss man gerüstet sein. So ist hier auch an zentraler Stelle die komplette Rüstung des Königs eindrucksvoll in Szene gesetzt. Schild, Helm, Harnisch.. Gold verziert und von solcher Granularität, dass sich mancher heutige Goldschmied eine Scheibe handwerklicher Kunst abschneiden  kann.

 

Auf die Palastruine und das Theater verzichten wir. Das umgebende Ausstellungsgelände ist riesig ... und es ist einfach zu heiss.

 
wilde Gebirgswelt im Hinterland
wilde Gebirgswelt im Hinterland

Wir wollen in einem grossen Bogen durch die Berge zurück fahren.Bald verlassen wir die Hauptstrasse und folgen der kleien Bergstrasse in engen Windungen hinauf. Erstes Zwischenziel ist ein kleiner Cache. Ohne Karte ... Nur mit Kompass finden wir ihn... Und habe hier auch etwa 460m Höhe einen imposanten Blick ins Bergland, hinunter im engen Felsental liegt ein langgestreckter See.

Einsam ists, die Strassen 5km gut, dann kommt wieder ein Schlagloch oder ein Huppel, dass der Stossdämpfer ( und die Insassen) stöhnen... Am Ende schrauben wir uns auf gute 750m hoch. Wir haben den Scheitelpunkt wohl erreicht, den Gebirgszug durchquert und nun geht es wieder in unzähligen Kehren und Schleifen hinunter auf Meereshöhe. Erst auf dieser Gebirgsseite fahren wir durch 2 - 3 durchaus schmucke Gebirgsdörfer Gut 1 Stunde haben wir fuer die 30 km gebraucht... um dann fast übergangslos in Katerina einzufahren. Jetzt ist es nicht mehr weit.

 

Um 16 Uhr liegen wir am Strand, geniessen unseren Ouso Sunrise und lassen all die Impressionen noch mal Revue passieren.

Klar, wir sind wieder exakt und pünktlich beim Abendessen. Festtag! Calamari fritti, Bifteki, Suflaki: sind 4 Teller zuviel?