Chalkidiki - ein Traum in Platanitsi-Grün

einer der schönsten Strände in Europa
einer der schönsten Strände in Europa

In den 1990-Jahren waren unsere Nachbarn wiederholt in Griechenland und haben immer von einemherrlich türkis-blauen Strand erzählt - auf Neptuns Dreizack: Chalkidiki.

Gruß an Ingrid und Werner: wir haben Euren Strand wiederentdeckt! Und der ist wirklich zauberhaft!

Wir beschließen also - vielleicht auch aus Mangel an anderen Zielen hier an der Olympischen Riviera ("alles abgegrast") - diesen herrlichen Strand zu finden. Drei Halbinseln, die von den Griechen als der Dreizack Neptuns bezeichnet werden, werden als Chalkidiki bezeichnet. Zum einen die Mönchs-Republik Athos, die nur mit Visum zu besuchen ist (und schon gar nicht für Frauen!), die touristisch erschlossene Kassandra und die Sithonia. Und für diese entscheiden wir uns. Unsere Internet-Recherche hat leichte Hinweise auf die Gegend von Sárti ergeben.

Leider ist unser Ziel genau auf der gegenüberliegenden Seite des Thermaikos Kolpos (Thermaischer Golf): 1h bis Thessaloniki, 1h bis Nikitas, der Startpunkt unserer Rundreise über die Sithonia. Also heißt es weider früh aufstehen und zeitig los. Über die Autobahn kommen wir zügig voran, wenn auch viele Griechen auf eine ähnliche Idee wie wir gekommen sind: nach Chalkidiki!

Kaum auf der Halbinsel wird es auch verkehrstechnisch deutlich ruhiger. Die Küste fällt steil ab ins Meer, nur wenige Strassen führen ans Wasser. Ehrer durch Zufall finden wir die Strasse runter nach Néos Marmarás. Der Ort ist wenig ansprechend - doch der Strand ist herrlich. Superklares Wasser, toller Strand.

Wir fahren ein wenig weiter an der schmalen Küstenstrasse: eigentlich wollen wir eine Cahce heben... und entdecken wieder ein herrliches Fleckchen Strand. Wir sind in der Nähe von Toroni. 

Den Cahce lassen wir liegen. In einer Parkbuch soll er liegen - doch hier liegt nur Müll undDreck - und eine Meute streunender wilder Hunde. Nix für uns!

Wir haben nach rd 60 km das Ende der Halbinsel erreicht. Jetzt geht es steil bergauf, der südliche Zipfel muß über die Berge überschritten werden. Direkt uaf der Paßhöhe gibt es einen herrlichen Blick runter ins Tal, in die schroffe BErgweitl, eine Taverne, einen Laden mit griechischem Trödel, eine typisch griechische Windmühle und.. einen Cache.

 

Diese östliche Küstenstrasse führt uns nun Richtung Sarti, eine große Badebucht wird umringt von Hotels. Nix besonderes. 

Aber von hier aus geht es nochmals hoch und nach einer scharfen Kurve liegt auf einmal ein sagenhafter Küstenstreifen vor uns. Wir müssen anhalten und fotographieren (man beachte unsere Bildergalerie!). Einherrlicher Anblick.

Auch hier gibt es von dieser Strasse nur wenige Abzeigungen runter ans Meer. Wir nehmen einfach eine... und landen am Campingplatz Platanitsi -. Hier waren also unsere Nachbarn! Aber alles ist vollgeparkt - kein Durchkommen. Nehmen wir halt die nächste Abzweigung.

Eine hopelige Sandpiste führt uns ein Stück in den Wald. Ist dahinter ein Strand. Wir probieren es einfach aus (wir sind auch nicht die Einzigen hier!). Und wirklich: nach wenigen 100 Metern sehen wir die herrlichste Badewanne Europas. Tolles Wasser, in hellgrün, türkis, dunkelblau, glasklar... mit Fotos nicht zu erfassen. Zwar müssen wir erst an 4 Dixieklos vorbei, dann an der Strnadbar mit heißem Techno-Sound und an Dutzenden von Badenden... hier bleibt kein Platz ungenutzt.

Wir finden für uns auf den Felsen eine Liegefläche: und rein ins Naß - lauwarm! Herrlich!

Wir genießen Wasser, Wellen und auch eine kleine Pause im Strandcafe. "kommen Sie aus Deutschland?" - die freundliche Begrüßung der Bedienung!

 

Nach 1 h müssen wir uns leider wieder auf den Rückweg machen. Bis Vourvouroú sehen wir noch etliche nette Buchten. Der Reiseführer beschreibt diesen Küstenstreifen in farbigsten Worten. Wir können den Eindruck nur bestätigen. Nur ungern gehen wir wieder auf die Autobahn und donnern nach hause.