2014 12 20 Skifahren in AltaBadia - oder doch nicht?

Seit Tagen blicken wir auf den Wetterbericht und die WebCams in Südtirol: es liegt kein Schnee und es ist auch keiner angekündigt. Laut WebSite ist aber die SellaRunde offen! Mal sehen.

Nur mit Mühe bekommen wir den GLK beladen - Ski müssen zuhause bleiben und auch sonst ist alles auf ein Minimum begrenzt. Das Auto ist voll!

Nach 5h Fahrt kommen wir wieder bei Marie in AltaBadia an. Alles ist herbstlich braun, die Bergspitzen sind weiß und die Pisten ziehen sich als weiße Bänder die Hänge runter. Marie erzählt, daß gut die Hälfte der Lifte offen ist…. und dort wo es geht, gehe es auch wirklich gut.

Gleich machen wir die Probe aufs Exempel: Mit der Halbtageskarte geht es hoch zum Grödnerjoch. Wolkenlos liegen die Dolomiten vor uns. Und wirklich, die Pisten sind gut präpariert, ein wenig hart an der ein oder anderen Stelle - aber sonst macht es Laune, hier zu fahren.

Abends geht es dann rüber in die Pizzeria - hat sich ja nix verändert… und tot müde fallen wir ins Bett.


Sonntag:

Wieder lacht die Sonne. Über das Grödnerjoch geht es nach Wolkenstein. Die Abfahrt macht uns ein wenig zu schaffen: es ist relativ viel los und damit ist es auf der Piste an der ein oder anderen Stelle schon schwieriger zu fahren. Was sich sonst auf die ganze Pistenarena verteilt, muß sich jetzt die wenigen Skibahnen teilen.

Durch Wolkenstein durch und zwei mal hoch und endlich ist die Raststation Refugio Piz Steuer für den Mittag erreicht.

Hier auf dem Hochplateau in der Nachmittagssonne läuft es gut. Die Rückfahrt nach Wolkenstein ist dann wieder anstrengend… aber der Abschluss in der Edelweißhütte belohnt uns.


Montag: 

Hohe Schleierwolken verdecken die Sonne, die nur zeitweise durch blinzelt. Es ist überraschend warm. Wir wollen rüber nach Prolongla. Man kennt seine Wege und Lifte. Ups, auf einmal stehen wir auf der grünen Wiese. Hier in Cherz endet die Piste. Also wieder zurück. Der Weg nach Prolongla ist versperrt. Erst mal Kriegsrat in der Refugio Cherz. Für Mittag ist es fast noch zu früh. Mal sehen, vielleicht kommt man anderweitig rüber - vielleicht über den Crep de Munt. Aber es gibt keine Abzweigung - so landen wir wieder in Corvara. Die Fahrt runter war richtig kräftezehrend - Mama hat genug und beschließt: EDELWEISS. die Mittagspause entzieht uns aller Kräfte: wir Alten nehmen eine Auszeit, die Jungen machen noch kräftig weiter.


Dienstag:

Obereggen

Mama behauptet, in Obereggen sei es einfach besser: weniger los und mehr offenen Pisten. Laß uns nachschauen! Also übers Grödnerjoch rüber nach Canazei und weiter nach Predazzo. In 1h 10 min sind wir drüben. (Das machen wir auch nur, weil die Straßen absolut schneefrei sind!). Aber Latemar hat die gleichen Sorgen wie der ganze Alpenraum: keinen Schnee. Wir kommen oben via Gardone an und anstelle einer Abfahrt finden wir einen kleinen Anstieg zum Sessellift und müssen zur Tresca RUNTERfahren. Dafür ist die Piste dort aber auch wirklich leer und in allerbestem Zustand. Der Blick rüber zur Sella scheint auch zu bestätigen: wir haben den perfekten Sonnentag; weiter im Osten sind doch Schleierwolken. Die Passage rüber nach Obereggen gelingt. Sogar Oberholz ist zumindest halbseitig bestens präpariert.

Im Plazl gibt es dann wieder südtiroler Spezialitäten zum Mittagessen.

Nachmittags gehts noch ein paarmal die Tresca runter; sogar die Gardone ist in einem so perfekten  Zustand wie wir sie noch nie befahren haben. Schnell, griffig und keine Haufen in der Spur.

Insgesamt also ein perfekter Skitag

Zurück fahren wir wieder durch die weihnachtlich dekorierten Ortschaften hier rund um die Sella.

(Abendessen im Jägerheim)

Mittwoch: Hl. Abend

Hochmotiviert vom gestrigen Tag in Obereggen suchen wir wieder im SkiGebiet AltaBadia unser Glück. Rund um den Col Alt versuchen wir unser Glück. Sicht und Schneeverhältnisse sind gut - die Sonne scheint aus leicht verschleierten Himmel - aber einen Weg rüber zu Mamas Lieblingspiste Prolongia finden wir nicht. Mittags essen wir sehr gut in Ref. Piz Arlara.

Marie hat uns in den Frühstücksraum den kleinen, bunt geschmückten Weihnachtsbaum gestellt. So gibt es eine richtige Bescherung: viele Kerzen, unsere Weihnachtsgeschichte und unseren Weihnachtslieder und begeistertes Auspacken. Ein schöner Tag geht weihnachtlich zu Ende….


Donnerstag:

Nachdem wir heute einen klaren Blick haben, welche Lifte und Pisten offen sind, fällt die richtige Pistenauswahl leicht. Rund um La Brancia und Pia Sorega sausen wir ins Tal hinab. Die Schneeverhältnisse sind weiterhin gut. Mittags verbringen wir auf La Brancia… mit gutem Essen und herrlichem Sonnenschein. Der Himmel ist fast wolkenlos.

Und mit der letzten Edelweiß-Abfahrt über Colfosco bestätigt Alex: jetzt bin ich wieder in Form!


Freitag:

Abreise: Wie üblich ist am Abreisetag alles schnell verstaut und verpackt. Der Abschied fällt uns schwer - und dann geht es auf die Heimreise. 

Schnee ist angekündigt! Wo? Wir fahren bei blauen Himmel die Dolomitenautobahn bis an den Brenner. Und da kommt es wieder Dicke. Von hier bis über den Arlberg und sogar am Bodensee sind dicke Flocken und viel Schnee auf der Straße. Für Sebastian ist die Fahrt richtig anstrengend. Aber er meistert auch das mit Bravour!