Bootfahrt Teil II

Sonntag 31.5
Die Nacht war sternenklar. Walter steht um 7 Uhr auf und wandert einmal durchs Dorf zum Bäcker (2x 20 min),  wir loben ihn für diesen tapferen Einsatz!
Dann geht es gegen 10 Uhr wieder durch den belebten See zurück - grobe Richtung Köpenik. 
Irgendwann war es dann doch zuviel. Es wäre wohl die längste Strecke auf unser Route geworden. So machen wir an der Seebrücke Senzig fest: ein richtig groser Landungssteg für grössere Schiffe, weit ins Fahrwasser reichend, der aber nur für privates Yachting genutzt wird.

Der Hafenmeister ist urig und erzählt lange von der politischen Situation im Ort. Gebannt lauschen wir. Seine Gastro-Empfehlung: Anna,  rd 400 entfernt. Gut bürgerlich geniesen wir den Abend im Gastgarten, das Dörfchen sit schon sehr beschaulich. 
Zurück auf dem Schiff können wir einen herrlichen Abend geniessen.

Wetter: sonnenschein, frisch
Strecke 
Bad Saarow, Scharmützelsee
10:00
16:00 Seebrücke Senzig

Wunderschöner Abend

Montag 1. Juni
Abfahrt 9:40  Berlin Mitte

Wir legen ab an dieser tollen Seebrücke. Links und rechts der Wasserstrasse  kommt der städtischen Charakter immer mehr zum Tragen. Alte Industrieanlagen verdrängen die parkähnlichen Uferanlagen. Moderne Wohnanlagen schliessen die Baulücken oder verdrängen die alten Industriegebäude. spannender Kontrast.
Vorbei am Allianz-Hochhaus sehen wir genau diesen Gegensatz.
Unsere Anlagestelle ist ein ganz moderner Yachthafen. Tolles Aussengebäude - zudem Stützpunkt für Fernbusse. Wir teilen uns die Dusche mit den Fahrern und das Klo mit den Besuchern des Hafencafes ...  Alles ein wenig rustikal....aber ok!
Der Start noch trocken, dann kommen heftige Regenschauer. Eine leichte Wetterbesserung erfreut uns ab Langer See, (11:40); ab 
13:30 ankommend an City Marina, nahe S-Bahn  Rummelsberg wird es auch nicht wirklich besser.

Jetzt geht es per S-Bahn nach Berlin Mitte. Berlin Alexanderplatz, Friedrichsstrasse, Postdamer Platz sind unsere Stopps. Das Regenwetter dämpft unsere Ausflugslaune doch erheblich. Also essen wir im SonyCenter im Lindenbräu ... das ist gut und auch preislich nicht übertrieben,
Zum Schiff brauchen wir dennoch 1h mit den ÖVM

Dienstag 2 Juni
Frühes Aufstehen ist angesagt, Abfahrt ist schon um 7 45 Richtung Berlin Mitte. Jetzt wird es spannend - wie geht es mitten Kinder Stadt zu - so wie mit den PKW-Verkehr?
Nein: lässig fahren wir in Berlin Mitte ein. Gut, daß wir am Vortag schon ein wenig die Lage Sonderpreis haben. Wir erkennen den S-Bahnhof Friedrichsen. Vor uns macht gerade eine Yacht los - das ist unser Ankerplatz - direkt gegen über dem ARD Hauptstadt-Studio am Schiffbauerdamm,
7:30 los 9: 15 an - gut Platz bekommen, abends war es aber voll!

Was macht man in Berlin. Man latscht rum, sieht das und jenes. Wir entscheiden uns für eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus, einmal klassisch durch Berlin. Stopp am Berliner Dom, Pizza, dann zu den Hackeschien Höfen, wieder zum Hbf.
Pause 2 h
Zu Fuss wieder zum Gendaremmarkt und dort Abendgegessen

Nochmal einen Absacker im Cafe beim ARD Studio

Schoen warm wird dieser Abend und die Füße sind auch geschafft.
Mittwoch:
Wieder frühes Aufstehen ,7:15 Semmeln im Bahnhof Friedrichsstr. geholt. Ohne UKW_Funk muß man dieses Gebiet zwischen 10:30 und 17:00 Uhr meiden - deswegen ja unsere frühe Ein- und Ausfahrt.
Bei bewolktem Himmel aber warmen Temperaturen fahren wir Richtung Kanzleramt und Schloss Bellveue. Es ist einfach toll, einmal die ganzen Gebäude von der Wasserseite zu sehen... und dann aber auch den Übergang vom feinen Regierungsviertel ins Industrieland.
Wir landen bei der WSV Henningsdorf an.

Donnerstag 4.
9:38
Fahrt durch den Havellandkanal; 1 Schleuse
Der Kanal ist zu DDR Zeiten als Umgehung Westberlins gebaut worden. Für uns Wasserwanderer gibt es hier wenig zu sehen. Meist geht es kerzengerade aus - Urwald säumt den Kanal.
Erst kurz vor Ketzin wird des wieder interessanter fürs Auge. Wir landen in einem etwas rustikalem Hafen mit noch rustikalerem Hafenmeister an.
Schnell sind wir cacherfertig und jagen ein paar Geos.
Abendessen gibt es im Biergarten Zum Markt - das Essen ist ganz gut und wir genießen den Abend.
Idylisch verfolgen wir dann auf unserem Boot den wolkenlosen Sonnenuntergang.
Freitag
Bei den Herren funktionieren die Duschen nicht. Also: Duschen in der DamenDusche. K.-H. muß flüchten, mir wird Einlass gewährt.

Pünktlich geht es nach dem Frühstuck weiter nach Potsdam via Sacrow-Paretzer-Kanal. In Postdamm legen wir - inzwischen perfekt und rückwärts am Biergarten an - und genießen die Mittagsruhe.

Langsam und ein wenig wehmütig tuckern wir zurück zum Ausgangshafen nach Töplitz. Auch das Anlegen an der Tankstelle, die Wende und auch das Festmachen am Heimatsteg - ein eingespieltes Team.
Mit einer letzten Pizza unter der Autobahnbrücke verabschieden wir uns von diesem herrlichen Wassersportgebiet - von unserer Yacht - und fast schon vom Urlaub. Es war toll! Und als Team unter Skipper Karl-Heinz einfach unschlagbar!  Na ja - und von dem ein oder anderen Maler berichten wir dann am Stammtisch...


Karl-Heinz bringt uns gut und sicher nach hause. Danke! Und natürlich machen wir noch einen Tages-Cache--- Ordnung muß sein.

Wir haben rd 3 l Diesel/h verbraucht, haben 40 Betriebsstunden, keine Schramme zu vermelden. Von der 360 l Frischwasser sind rd 100l Grauwasser (Spülbecken) und vielleicht 70 l Schmutzwasser angefallen.


Da bleibt die Lust auf ein nächstes Mal...