Mit der Motoryacht durch Berlin und ins Havelland

Zusammenfassung:
10 Tage sind wir in der südlichen Hälfte Berlins unterwegs. Vom quirligen Postdam, durch das grossstädtische Berlin Mitte bis auf den Pfaden von Theodor Fotane durch den Kanal "Sauwinkel"bis in den Scharmützelsee. Verschlafene Seewinkel, mit Fischreiher bis hin zum Wassertaxi Potsdamm und dem Kanzleramt bekommen wir ein bubtes Urlaubsprogramm. Genauso bunt wie das Wetter: Gewitter, auch mal ein echt heftiger Regenschauer und dann wieder wolkenloser Himmel mit knalliger Sonne. Gut erholt, entspannt und in Vorfreude auf ein nächstes Mal fahren wir dann doch wieder heim.... Je Tag sind wir rd 40 km gefahren, kaum 3l Diesel je h bei rund 40 Betriebsstunden. Wir haben so gegen 130l Grauwasser, vielleicht 70 l Schmutzwasser verbraucht und insgesamt viel Spass gehabt und sogar ein paar Caches in Brandenburg gefunden. Interssant für uns: die Marinas sind wirklich spartanisch - in Friesland waren wir kompfortalbe Sanitäranlagen gewohnt, hier ein Klo, getrennte Dusche fasst schon Luxus.... Urig, wie zu alten (DDR)-Zeiten?

Aufbruch zur grossen Bootsfahrt!
Barbara, Alex und Karl-Heinz starten früh. Fast pünktlich treffen wir uns am Leiziger Flughafen, um von hier die restl 1 1/2h gemeinsam zu fahren.
Gegen 13:00 kommen wir in Töplitz Yachthafen an: etwas abseits und unter der Autobahnbrücke. Die Übergabe ist schnell gemacht, Proviant und Klamotten verladen und Los gehts!


Start
14 35  Töplitz
16 30 Ankunft in Potsdam Marina Tiefen See
Abendessen nach einem  Spaziergang durch Postdam: vorbei am Landtag und Altem Markt in die Innenstadt bis zum Nauener Tor. Nachdem wir hier keinen Cache gefunden haben (falsches Tor!) gehts zum Klosterkeller. Bei dunklem und hellem Klosterbier und  Mönchsbraten (hmmm!) sitzen wir hier im Kreuzkellergewölbe
Schnell noch zum Brandenburger Tor (GEOCache spricht vom "kleinen Bruder") und dort wird der Fund auch fix geloggt.
Gemütlich schlendern wir zurück zum Hafen.

Wetter: anfangs noch stark bewölkt, einige Regentropfen; ab Bootsübernahme wird es immer besser, bereits zum frühen Abend ist der Himmel wolkenlos, aber es ist richtig frisch.
Marina: Tiefen-See; 2 Duschen, sehr sauber
20km
21 000 Schritte gelaufen


28.5. Donnerstag
Aufstehen bei leicht diesigem Wetter. Jetzt gibt es erstmal Frühstück!
9 45 Abfahrt
 Wir fahren den Teltow-Kanal Richtung Berlin Koepenik. Der Kanal ist rd 38km lang. Idylisch schlängelt er sich durch Wald und Grün. Kurz nach Postdam zieren Wasserschlösschen und Villen links und rechts das Ufer. Babelsberg passieren wir. Wir flogen dem Kanal: Silberreiher, Enten und anderes Wassergetier kann mal von Wasserseite beobachtet werden.
Und dann habe Friedls Schleusenpremiere. Wir warten keine Viertel-Stunde, dann öffnet sich das Schleusentor... Wir fahren ein.... und dann gehts nach oben... Das ganze Schleusenhaus ist denkmalgeschützt und nett anzusehen. Ein nettes Erlebnis... wenn man selbst zuschauen kann, wie andere Leute auf ihren Booten werkeln...
Wir durchqueren bekannte Berliner Stadt-Bezirke wie Zehlendorf oder Neukölln, aber meist bekommt man die Ortschaften nicht zu sehen. Wald begranzt die Sicht.
Nur manchmal wird es etwas öde: Industrieanlagen oder Öllager tretten bis ans Ufer heran. 
Kurz vor unserem Ziel mündet der Kanal in die Dahme und jetzt sind wir auch wieder in der Stadt. Feine Wohnhäuser direkt am Ufer - mit passender Bootsgarage. Bevorzugte Wohngegend.
Wir passieren das Schloss Cöpenik - müssen aber einmal um die Altstadtinsel herumfahren.  Ein markanter  Backstein-Bau grüsst uns: Altes Waschhaus. Ideal für unser nächtliche Anlegestelle? Wir bekommen einen perfekten Liegeplatz, Strom.... Aber hier gibt keine Sanitäreinrichtungen.
Also erstmal Im Restaurant Waschhaus ein baerisches Hofbräuhausbier getrunken und dann den Ort erkundet. Ein Geocache führt uns durch die Stadt. Hier an unserem Waschhaus stand die erste Wäscherei Berlins! Daher der Name.  Natürlich landen wir nach einem kurzweiligen Spaziergang an der Uferpromenade beim Rathhaus... und beim Hauptmann. Dessen Offiziersrock und der zur Geschichte gehörende Kassensafe sind zu besichtigen. Nur das Final zum Cache finden wir im Schlosspark nicht... Pecht!
Zurück in die Stadt: wir gehen im "Lehmofen" mit Anatolischen Spezialitäten essen. Rechtschaffend müde schlafen wir ein...


Wetter: bewölkt mit Aufheiterungen, trocken, frisch und windig
Marina: keine Sanitäreinrichtung
Strecke 40 km


Freitag
Gegen 8:00 ist aufstehen. Barbara und K.-H. haben schon Brötchen geholt. Ja... jetzt wäre ein Klo praktisch.... ach, das Rathaus ist ja nicht so weit weg.

Um 9:45 sind alle Luken dicht und Leinen los. Es geht wieder zurück in die Hauptwasserstrasse Richtung Süd. Feine Wohngegend hier am Rand von Köpenick. Nicht weit im Osten ist wohl der Flughafen Schönefeld, wir sehen die landenden Flugzeuge.
In Grünau fahren wir im Langen See entlang der Regattastrecke. Rund um den Zeuthener See sind kleine Dörflein, Bootsanlegepläte und .. grosse Idylle.

Strecke
Köpenich Richtung Süden, Dahme,
Langer See, Regattastrecke, Ziether See

Samstag
Grau starten wir in den Morgen.  Diesmal führt uns der Weg quer über den Wolziger See in den Strokower Kanal. Wir sind auf den Spuren  Theodor Fontanes (dt. Dichter und Romantiker), der wirklich hier vorbeigefahren ist. Leise schlängelt sich die Wasserstrasse durch den Spreewald. Fischreiher, Entenfamilien und anderes Getier begleitet uns - leider auch einige heftige Schauer und richtig dicke, tiefgruae Wolken.
Drei Schleusen sind heute zu bewältigen: Kummersdorf, Storkow und Wendisch Rietz; inzwischen läuft das Schleusen schon perfek;, selbst die beiden letzteren mit manueller Steuerung stellen kein Problem dar.
Nach ein paar Windungen öffnet sich der Blick auf den Scharmützel See und wir sind Mitten im Geschehen. Nach wenigen hundert Metern müsen wir schon einer Segelregatte ausweichen. Und die Sonne begleitet uns..
Es ist reger Verkehr: immerhin ist dieses Gewässer der grösste See in der Mark Brandenburg. Auch hier durchqueren wir den See vollständig bis in seine Nord-Spitze bei Bad Saarow. In der Marina Fontanepark finden wir eine gute Festmachgelegenheit.
Schnell sind wir ausgehfertig und durchstreifen den kleinen Ort. Nette Villen gibt es hier mit richtig grossen Grundstücken aussen rum. Max Schmeling hat in der kleinen Dorfkirche geheiratet. Mit dem Cachen tun wir uns hier richtig schwer - etlichen streichen wir von unserer Liste - dann finden wir doch noch fünf in Summe.
Dunkle Wolken haben sich über dem Park und der Uferpromenade verdichtet. Gut dass wir unter einem grossen Schirm im Biergarten sitzten. Ein paarmal krachen heftige Donner - ein Regenschauer geht nieder... und dann ist der Spuk vorbei.
Wir essen im Resautant Park zu abend: leckeren Pfannfisch.

Wetter: von Gewitter, heftigen Schauern und Sonnenschein alles dabei! 17 * Grad aber weiterhin ein sehr frischer Wind.
Marina: wie immer spartanisch -2 Duschen, 2 Klos, Strom (das reicht)
Strecke: 9:45 Fischerei Worwitzer See, Storkower Kanal, Schleusen Kummersdort, Storkow und Wendisch Rietz sowie Scharmützelsee bis Bad Saarow 14:30