Glaube Liebe Hoffnung * Ödon von Horvath im Schauspiel Frankfurt

Ödon von Horvath, Regie Andreas Kriegenburg

Ich bin schon früher im Schauspiel zu Frankfurt. Die Dramaturgin zum Stück gibt eine kurze Einführung.

Uns wird ein dunkles, desillusioniertes Stück angekündigt, keine Knalleffekte, keine Effekthascherei, eher ein liturgischer Vortrag:
Elisabeth ist tot, ins Wasser gegangen. Rückblickend erfahren wir in 4 Bildern ihre Geschichte... Im 5ten Bild rechtfertigen sich die Protagonisten - doch wieder aus eigener Sichtweise, versteckt hinter Worthülsen wie Recht, Pflicht, Disziplin.

Kurzweilig erzählt, in schneller Folge, die einzelnen Szenen moderiert, tauchen die Gestalten um Elisabeth auf: die Arbeitgeberin, der verliebte Schupo, der arrogante Richter, der verleumdende Oberpräperator. Jeder immer auch körperlich gezeichnet: Spuren des Lebens, der Angst, des persönlichen Schicksals.... Angst um Existenz, Karriere... leicht in unsere heutige Welt zu transportieren.
Ödon von Horvath hat dieses Stück 1932 veröffentlicht. Der Regieseur belässt die Akteure in dieser Zeit.... wie gesagt, die Reflexion ist nicht schwer.

Ein gelungener Abend... Wieder sind wieder viele junge Leute im Theater (schulisch genötigt?)