Wien - ein Cacher-Tag & Kultur

Diesen Tag haben wir uns als Cacher- Tag reserviert. Die Idee dahinter: es gibt ein paar, die führen Dich perfekt an alle versteckten Ort und geheimnisvolle Flecken.
Also los! „Durchhäuser“! Innenhöfe , die man durchqueren kann und muss. Vorbei am Stammhaus des Deutschordens und vorbei am Qualtinger, hin zur Oper, Stephansdom und Karlsplatz und Schottenplatz. Unsere Punkte machen wir. 
Mittagessen gibt es in der Palatschinken- und Schmarrnkuchel, die wir vorher beim Cacher-Rundgang entdeckt haben.
Staatsoper:
Wenn ich schon nicht in eine Aufführung in die Oper rein komme, will ich doch wenigstens das Haus besichtigen. Schon deutlich vor dem Beginn der Führungen sammeln sich die Menschen imFoyer, wohl geordnet nach Sprache.
Wir erwischen einen netten Herrn, der uns durch die Stiegen führt, in den Teesalon, den der österreichische Bundespräsident zur Eröffnung des Opernball nutzt und haben dann Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen: wir sind am Rand der riesigen Drehbühne. Gerade wird nach der morgentlichen Probe für die Abendvorstellung aufgebaut. Das ganze ist so riesig wie ein Fußballfeld - die gewaltige Bühne ist in mehrere Sektionen unterteilt so dass mit ganz kurzen Pausen das Bühnenbild verändert werden kann. Und wenn man bedenkt, dass hier jeden Tag geprobt und gespielt wird, weiss man, welcher Betrieb hier am Laufen ist. Placido Domingo wird gerade mit einer Fotoausstellung geehrt zu seinem besonderen Bühnenjubiläum.
Total erschlagen von den Eindrücken landen wir im Cafe Mozart - gleich hinter der Oper. Das Hotel Sacher davor wird überannt von Touristen... Die warten brav, bis endlich ein Platz im berühmten Cafe frei wird...
Nun noch ein letzter Cache .. Wir kommen vorbei an einer Jugendstiluhr, dem ältesten Teil Wiens, an der  völlig vereinsamten Postzentrale. Man geht eine riesige Freitreppe zur Schalterhalle; 2 Postbeamte bilden die gelangweilten Rezeptionsposten. Die klassizistische Halle ist gähnend leer, nur ein paar lächerliche Automaten stehen in den Nischen. Was war hier wohl mal los? Die Füße tragen uns kaum noch: im Stadtpark sehen wir noch das Strauss-Denkmal, finden unseren Cache als Anhängsel einer Verkehrsampel... Und fertig!
Abends im Musikverein
Der Wiener geht noch in feinem Gewand in die Oper oder ins Konzert. Mag sein, aber wo sind die Wiener.
Wir haben für 105 Eur Karten für den Musikverein, den angeblich besten Konzertsaal der Welt. Mozart wird gespielt.
Der Saal, indem alljährlich das Neujahrskonzert stattfindet, ist voll belegt. 50% asiatisch. Mal im schicken kleinen Schwarzen, mal in schlampiger Strassenkleidung. 
Wir haben uns hübsch gemacht und bewundern das Ambiente des Saals und des Gebäudes – unendlich goldener Stuck. Aber man hört jetzt Seufzen und Räuspern. Sagenhaft.
Wir hören Mozart – Ausschnitte aus Figero, Vogelhändler erkennen wir….
Zum Finale muss natürlich nochmals Strauss ran. Der Donauwalzer, der Radeszky-Marsch werden bejubelt.
Jetzt geht es zurück- ein Aperol und ein Gespitzter im Eiles beschließen den Tag.