Wein statt Bier. - das rat ich Dir! Elsass Wanderung

Jedes Jahr fahren wir mit den Franken zum Bierwandern. Diesmal haben wir uns aber anders entschieden. Nicht in den Schwarzwald  - Walter's Aversion - sondern ins Elsass.
Welche Erwartungshaltung hat man an diese Region? Frankreich, Vogesen, Wein, Flammkuchen, gutes Essen, Vin.
Wir haben uns von Georg ins Elsass entführen lassen. In Munster, knapp 20 km südlich von Colmar finden wir in den steilen Hanglagen der Vogesen eine sehr nettes Hotel vor.
Beim Vorbeifahren hätten wir hier nie angehalten: aber die Zimmer sind gross und nett eingerichtet, mit Blick übers Tal und feinem Essen, die Wirtsleute sehr freundlich!
Und so treffen wir uns am Freitag Abend bei Riesling und Fisch auf Reis, Munster-Käse schliesst den Magen und ein feines Dessert passt noch oben drauf. (Der einleitende Salatteller mit Hähnchenbrustwürfel, Brotcroutons hatte ein tolles Dressing - aber so viel Grün?)
Georg führt uns am Samsteag zum Petit Ballon. Auf mehrfachen Wunsch hat er die Route auf vernünftige 10 km reduziert. Vom Parkplatz schrauben wir uns zum Petit Ballon durchaus ansteigend hoch. Leider ist der Himmel grau bedeckt, die Fernsicht eingeschränkt - und ein ekeliger Wind bläst uns ins Gesicht. Aber genau deswegen sind wir mit der Zielerreichung zufrieden. Gleich unter dem Gipfel finden wir eine erste Rast. Bei Käse und Wein wird neue Kraft geschöpft. Dankenswerterweise erinnert Karin daran: das ist eine Ersatzveranstaltung fürs Bierwandern - lasst uns was trinken.... Aber dazu mussten wir erst noch etliche Meilen wandern. Zu allem Unglück vertritt sich Tina in den beschwerlich zu gehenden Steinwegen den Haxen - wir erreichen gerade noch Boenlesgrab, ein wohl feineres Restaurant - auf jeden fall keine idyllsich-romantische Berghütte! Tinas Fuß ist heftig geschwollen. Nach kurzer Stärkung gehts ohne Tina & Elmar Richtung Auto. Es ist ein ganz schön beschwerlicher Weg, steinig, zum Schluss richtig steil, so dass alle froh sind, als Albert und Georg mit dem Auto auch die Gesunden einladen. Jetzt geht es runter ins Tal und die Suche nach einer Auffahrt zum "Boenlesgrab"  beginnt. Einem steilen, steinigen Feldweg folgen wir... Der Bus schaukelt und hoppelt mühsam hoch. Geschafft. Tina wird eingeladen... Wir erreichen unser Quartier wohlbehalten. Bis zum Abendessen ist noch Zeit, den Tag bei einem Schoppen Revue passieren zu lassen.
Zum Abendessen gibt es Lamm .... auf den Käse haben sich schon alle gefreut.... Und mit einem kleinen Umtrunk beschliessen wir den Tag.
Tinas Fuss ist leider nicht besser geworden - und so versäumt sie Colmar. Die Aussenbezirke sind hässlich - die Innenstadt geprägt von vielen, sich eng aneinander schmiegenden gedrungenen Fachwerkhäuser, zwei grosse dominierende Kirchen: Brezeln in allen Variationen überraschen uns als elsässische Spezialität. Wein, Gänseleberpastete, Salami  sind prägend. 
Nach 2h Fahrt sind wir dann wieder zuhause. Das Weizenfest in Kluftern bildet das kleine Finale.
Leider erfahren wir später, dass Tinas Bänder angerissen sind. 6 Wochen strenge Schonung. Von hier aus: gute Besserung!

 

Das Elsass und die Gegend, die uns Georg gezeigt hat, hat uns überzeugt und sehr positiv beeindruckt. Egal aus welchen Anlass: wir kommen wieder her - vielleicht schon zu einem Familienwanderwochenende. Hier gibt es noch viel zu entdecken.