MPhil + Gergiev: Tschaikowskys 6te Symphonie

Aus dem Münchener Gasteig gilt es wieder von einem wunderbarem Klangerlebnis zu berichten: Unter der Dirigentschaft von Valery Gergiev spielen die Philharmoniker die Dresdner Version des Vorspiels zu R. Wagners "Tannhäuser", "Variationen zu einem Thema von J. Hydn" von J. Brahms und als absoluter Höhepunkt die 6te Symphonie von P. I. Tschaikowsky.

Und es wird einer der hinreißendsten Musikabende überhaupt.


Der Abend beginnt schon markant mit Wagner. Mächtig erschallt das Orchester. Manche im Publikum meinen, den "Pilgerzug" gehört zu haben ... man könne ja fast schon mitsingen, sagt mein Hintermann.

Brahms klingt richtig beschwingt. 9 mal anders - 9 Variationen.

 

Höhepunkt ist die Pathetique von Tschaikowsky. Gergiev als auch die Münchner Philharmoniker sind mit Leidenschaft dabei. Das Stück fordert ja eine extreme Dynamik. Das Orchester leistet hier Vorbildliches.

 

Für den Zuhörer ist ein Genuss. Für den Zuseher spannend, wie V. Gergiev dirigiert.... ohne Partitur, ganz ruhig und untheatralisch hat er sein Orchester im Griff - und sein Publikum.

 

Andächtig verharrt er nach dem 3 Satz und dem gerade verklungenen Schlussakkorden, dem Orchester zugewandt. Im Saal kannst man eine Stecknadel fallen hören - nicht einmal das übliche Hüsteln. Erst als sich die Erste Geige unwirsch bewegt - löst sich die Spannung... die Zuhörer gestehen sich das Ende des Konzerts ein.

Publikum und Dirigent sehen sich in die Augen und Gergiev wird gefeiert. Zurecht! Ganz großes Konzert!

 

Wer inhaltich mehr über Stück und Komponist wissen will, dem sei das Programmheft empfohlen.