Arnheim - Airborne Museum

Ich bin Geschäft. bei Henri van de Bilt. Und weil ich noch ein wenig Zeit habe, bevor ich zu meinem späten Flug nach Düsseldorf muss, kann ich noch schnell  rüberfahren (auf die andere Seite des Rheins) und mir das Museum ansehen. Die Geschichte ist damals auch in dem berühmten Spielfilm „Die Brücke von Arnheim“ nachempfunden.

 

In Arnheim und Umgebung hat 1944 die große Luftlade-Operation im 2ten  Weltkrieg stattgefunden. Die Alliierten sind nach verlustreichen Kämpfen zurück geworfen worden.

Im ehemaligen HQ ist ein wunderbares kleines Museum eingerichtet.

 

Man startet im Obergeschoss - noch ganz klassisch mit ausgestellten Waffen, Uniformen und Ausrüstungsteilen. Dazwischen großformatig Szenen aus der Stadt, zerstörte Häuser, Kämpfer beider Seiten. Ein 8min. Dokumentarfilm führt in die taktische Lage ein.

 

Es gibt eine Sonderausstellung über den Widerstand bzw. das Verstecken von Alliierten nach dem Rückzug durch die Bevölkerung.

 

Absolut beeindruckend ist der Nachbau des Marktplatzes im Keller. Man ist mitten drin - die Straße zerstört, ein zerstörtes Auto mit eine Leiche im Fond. Gewehrknattern, Schritte, Stimmen. Im Düsteren sind wieder ganz großformatig Originalaufnahmen zu sehen, kurze schwarz/weiß-Video-Clips, die Kampfszenen zeigen. Oder das Innere eines Lastengleiters: blickt man durch die Luken, sieht man in Luftaufnahmen die Kampfbomber vorbeiziehen. Auch ein keiner Abschnitt des Rückzuggebiets am Rhein ist nachgebaut. Bedrückend beeindruckend, weil doch so echt.

 

Aber: vom Leid der Bevölkerung indessen wenigen Tagen erfährt man nichts - und auch das eigentliche grausame Schicksal der vielen Toden (allein 2500 Briten) bleibt im Dunkeln.

 

sehenswert. 10 EUR Eintritt; ich war rund 2h im Museum (fast zu lang und musste mich dann sputen)