Gergiev dirigiert Mozart und Bruckner 2c

Bildquelle: Alexander Shapunov; https://www.gasteig.de/veranstaltungen/muenchner-philharmoniker-gergiev-mozart-bruckner.html,v51728
Bildquelle: Alexander Shapunov; https://www.gasteig.de/veranstaltungen/muenchner-philharmoniker-gergiev-mozart-bruckner.html,v51728

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550

1. Allegro moderato 2. Andante
3. Menuetto. Allegretto 4. Allegro assai

– Pause –

ANTON BRUCKNER

Symphonie Nr. 2 c-Moll WAB 102

1. Moderato
2. Andante. Feierlich, etwas bewegt
3. Scherzo. Mäßig schnell – Trio. Gleiches Tempo 4. Finale. Mehr schnell

Zweitfassung von 1877

VALERY GERGIEV, Dirigent

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Mozart

Hört man die ersten Takte, erkannt man sie sofort. Eines seiner letzten Werke ist angenehm zu hören und auch heute immer noch ein anspruchsvolles Werk. Lt. Programmheft wurde das Werk früh als besonderes eingeschätzt: "Dass das Werk jedoch einen besonderen Rang innerhalb seines Œuvre einnimmt, wurde bereits wenige Jahre nach Mozarts Tod offenbar, wie eine Konzertrezension in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung vom Juli 1804 zeigt: »Den Beschluss machte Mozarts Symphonie aus g-moll – dies wahre Meisterstück, an welchem nirgends etwas zu viel oder zu wenig, alles auf das engste verbunden ist; wo alles, auch das kleinste, beyträgt zu dem Ganzen, und nothwendig scheint, um das grosse Gemälde einer leidenschaftlich ergriffenen Seele, die vom Wehmüthigsten bis zum Erhabensten übergehet, zu vollenden. So oft man auch dies Werk hört – niemals wird es seine Wirkung verfehlen, immer die Seele des Zu- hörers unwiderstehlich einnehmen und mit sich fortreissen.
Regina Back«

Programmheft MPHil zum Konzert 20.9.2018

 

Brucker:

gewohnt wuchtig kommt diese Symphonie daher. Gergiev besetzt mit 7 Kontrabässen. Ich genieße das Spiel der Hörner im Wechsel mitten Celli. Der Hornist ist heute mächtig gefordert. Bekannt sei die Symphonie als "Pausensymphonie": Bruckner habe als Stilmittel immer wieder Generalpausen eingesetzt. Bei der Erstaufführung hat man ihn deshalb belächelt - dann aber die Wirkung als Gliederungsmerkmal anerkannten.

Zur näheren Erläuterung sei wieder das Programmheft empfohlen, das sehr ausführlich die einzelnen Sätze und die Geschichte der Symphonie beschreibt.

 

Münchner Philharmoniker und V. Gergiev: Inzwischen haben die Musiker und Dirigent zusammen gefunden und verstehen sich fast blind - nah ja, manchen Einsatz gibt Gergiev mit einem auffordernden Knicks Richtung Celli, dann gibt er wieder den Einsatz für den Percussionisten. Sowohl Mozart als auch Bruckner können überzeugen - auf meinem Platz im Block I höre ich jede Nuance.

Und das Münchner Publikum feiert seinen Dirigenten (Bruckner mehr als Mozart).